45. Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg gestartet
J. Goll und J. Haußmann rufen insbesondere junge Menschen aus dem Rems-Murr-Kreis zur Teilnahme am 45. Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg auf (Foto: Kiessling)
Wie haben sich Orte wie Waiblingen, Schorndorf oder Backnang im Lauf der Zeit verändert? Welche Geschichten erzählen alte Fabrikgebäude entlang von Rems und Murr, welche Rolle spielen Streuobstwiesen, Vereine oder Dialekte bis heute? Und wie lässt sich Heimatgeschichte digital, kreativ oder multimedial erzählen? – Antworten auf genau solche Fragen sucht der 45. Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg, den das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst für das Jahr 2026 ausgeschrieben hat. Bewerbungen können ab sofort bis zum 24. April eingereicht werden, Arbeiten für den Schülerpreis bis zum 19. Juni 2026.
Die beiden FDP-Landtagsabgeordneten aus dem Rems-Murr-Kreis, Julia Goll und Jochen Haußmann, rufen insbesondere junge Menschen, Schulklassen, Jugendgruppen und Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem Landkreis zur Teilnahme auf: „Heimatforschung ist alles andere als verstaubt. Gerade junge Menschen haben oft einen frischen Blick auf Geschichte, Alltag und Zusammenleben vor Ort – sei es in Form von Interviews mit Zeitzeugen, digitalen Projekten oder kreativen Dokumentationen aus der eigenen Gemeinde“, betont Julia Goll, fünffache Mutter und FDP-Abgeordnete aus Waiblingen.
Jochen Haußmann, FDP-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Schorndorf, ergänzt: „Im Rems-Murr-Kreis gibt es eine beeindruckende Vielfalt an Themen: von Industrie- und Handwerksgeschichte über Dorf- und Stadtentwicklung bis hin zu Dialekten, Brauchtum oder dem Engagement in Vereinen und Initiativen. Wer sich heute damit beschäftigt, bewahrt nicht nur Geschichte, sondern stärkt auch das Verständnis für unsere gemeinsame Identität.“ Als Gründungsmitglied des Dachverbandes für Dialekte in Baden-Württemberg weiß Haußmann, wie wichtig gerade regionale Sprache und Alltagskultur für das Heimatgefühl sind.
Eingereicht werden können Arbeiten aus ganz unterschiedlichen Bereichen, darunter Orts- und Regionalgeschichte, Natur- und Denkmalschutz, Technik- und Industriegeschichte, Kunst und Architektur, Dialekt- und Brauchtumsforschung oder bürgerschaftliches Engagement. Besonders gefragt sind auch digitale Beiträge – etwa Filme, Podcasts, Websites oder Online-Archive – in der Kategorie „Heimatforschung digital“.
Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 17.500 Euro vergeben, davon entfallen je 2.500 Euro auf den Jugendförderpreis und den Schülerpreis. Weitere Informationen gibt es unter www.landespreis-fuer-heimatforschung.de.