Neujahrspressegespräch der FDP-Abgeordneten des Rems-Murr-Kreises
Die beiden FDP-Abgeordneten des Rems-Murr-Kreises, Julia Goll (Waiblingen) und Jochen Haußmann (Schorndorf) beim Neujahrspressegespräch im FDP-Wahlkreisbüro in Weinstadt-Endersbach.
Beim traditionellen Neujahrspressegespräch der FDP-Abgeordneten des Rems-Murr-Kreises, Julia Goll und Jochen Haußmann, standen die großen politischen Herausforderungen des neuen Jahres im Mittelpunkt. Beide machten deutlich, dass Politik derzeit in einem internationalen und nationalen Krisenumfeld stattfindet – geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Sorgen und einer wachsenden Verunsicherung in der Gesellschaft.
Julia Goll betonte die zentrale Bedeutung des Begriffs Freiheit. Dieser sei untrennbar mit solider Finanzpolitik, der Entlastung kommender Generationen sowie mit besseren Rahmenbedingungen für Start-ups und Unternehmen verbunden. Zugleich forderte sie eine klarere außenpolitische Haltung der Bundesregierung, insbesondere mit Blick auf internationale Krisen und die Einhaltung des Völkerrechts. Jochen Haußmann hob die Notwendigkeit einer stärkeren Resilienz Deutschlands und Europas hervor. Dazu zähle eine verlässliche Energie- und Industriepolitik, die technologische Offenheit wahrt. Die Klimaneutralität stellten beide Abgeordnete nicht infrage, verwiesen jedoch darauf, dass hierfür nicht der Motor, sondern der Treibstoff entscheidend sei.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Lage im Land. Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen forderten Goll und Haußmann mehr Kompetenz im Wirtschaftsministerium, den Abbau von Bürokratie sowie ein eigenständiges Digitalisierungsministerium. Auch eine umfassende Verwaltungsreform sei aus ihrer Sicht überfällig.
Mit Blick auf die kommende Landtagswahl am 8. März zeigten sich beide zuversichtlich. Die FDP gehe geschlossen in den Wahlkampf und strebe eine Regierungsbeteiligung an. Inhaltlich setze man klare Akzente unter anderem in der Bildungs- und Gesundheitspolitik: mit deutlich höheren Investitionen in Bildung, einer Stärkung der Schulvielfalt sowie mehr Digitalisierung und effizienteren Strukturen im Gesundheitswesen.